München, 15. Juni 2005

Der Ausländerbeirat informiert:

Ausländerbeirat bedauert Schließung der
Familienkasse in München


Der Ausländerbeirat nimmt mit großem Bedauern zur Kenntnis, dass die Agentur für Arbeit München die Familienkasse in München komplett schließt und ihre Münchner Kund/innen an die Zweigstellen in Passau und Deggendorf verweist. Die gewünschten persönlichen Vorsprachen dürften sich dadurch erheblich reduzieren.

Bislang konnten sich die Münchner Bürger/innen in der Thalkirchner Straße bei den Sachbearbeiter/innen Hilfe beim Ausfüllen der komplizierten Kindergeldanträge holen. Ca. 50 % der Ratsuchenden waren Migrantinnen und Migranten, die von Haus aus Schwierigkeiten mit den bürokratischen Erfordernissen der hiesigen Verwaltung haben. Ob sich diese Bürger/innen nun zukünftig auf den Weg nach Niederbayern machen werden oder ihre Anträge mehr schlecht als recht selbst ausfüllen, wird sich zeigen. Dass die Agentur für Arbeit jedoch kein Interesse an unvollständig eingesandten Anträgen hat, hat sie noch zu Zeiten der Münchner Familienkasse mit einem Informationsflyer kundgetan: „Sofern insbesondere anlässlich der erstmaligen Beantragung von Kindergeld Probleme bei der Ausfüllung oder Beibringung der Antragsunterlagen auftreten, ist zur entsprechenden Abklärung eine nach Möglichkeit persönliche Vorsprache bei der Familienkasse für alle Beteiligten von Vorteil.“

Der Ausländerbeirat hat sich mit einem Schreiben an den Direktor der Münchner Agentur für Arbeit und an die Bundesagentur in Nürnberg gewandt, um seinem Bedauern über diese Maßnahme Ausdruck zu verleihen.

Weitere Informationen zur Arbeit des Ausländerbeirates unter
www.auslaenderbeirat-muenchen.de.