München, 2. März 2006

Der Ausländerbeirat informiert:

Sieg gegen Ausbildungsverbot von Ausländerinnen und Ausländern

Die öffentlichen Berufsfachschulen für Logopädie nehmen jährlich 15 neue Schüler/innen in ihren Ausbildungslehrgang auf. Bislang rekrutierte sich dieser Personenkreis aus Deutschen und EU-Ausländer/innen.

Auf Initiative des Ausländerbeirates München, der sich dieser diskriminierenden Verordnung mit einem Vollversammlungsbeschluss widersetzte, hat das Bayerische Staatsministerium für Kultus und Unterricht nun seine Haltung geändert. In seiner „Verordnung über die Zulassung zu öffentlichen Berufsfachschulen für Logopädie“ (ZulLogV), die am 1.8.2006 in Kraft tritt, wird der zur Logopädieausbildung zugelassene Personenkreis wie folgt erweitert:
„Sonstige Bewerber aus Drittstaaten, die entweder Deutsch als Muttersprache besitzen oder Deutschkenntnisse nachweisen, die für die Ausbildung des Logopädenberufs erforderlich sind und eine erfolgreiche Teilnahme am Unterricht gewährleisten. Als Muttersprache gilt die Sprache, in der die schulische und/oder berufliche Ausbildung des Bewerbers überwiegend erfolgte.“

Der Ausländerbeirat begrüßt diese Verordnungsänderung, die einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Gleichbehandlung der hier lebenden Bürgerinnen und Bürger darstellt.

Der vollständige Verordnungstext (2236-4-4-1-UK) ist nachzulesen im Bayerischen GVBl 2006, S. 46. Der Beschluss Nr. 116 des Ausländerbeirates aus dem Jahr 2002 findet sich auf der Homepage des Beirates www.auslaenderbeirat-muenchen.de.